Unser Besuch liegt schon eine längere Weile zurück,...Von Lucas aus · 29.01.2026
Reisezeitraum: 21.01.2026verreist als:
Unser Besuch liegt schon eine längere Weile zurück, der Ärger und die große Enttäuschung über die Unterkunft hat sich relativiert und mit zeitlichen Abstand formuliert man nicht mehr so emotional. Da wir aber inzwischen in 3 anderen, preiswerten, sauberen und gepflegten Unterkünften waren und mir die Vergleiche immer wieder sauer aufstoßen – deshalb jetzt trotzdem die Bewertung.
Positiv: der ältere Herr, welchem dieses Objekt nebst 2 weiteren, großen Objekten in Italien gehört, wohnt in 200 Km Entfernung, ist aber häufiger da und bewohnt dann den unteren Teil des Gebäudes. Er ist sehr kommunikativ, freundlich und hilfsbereit und man bekommt bei Buchen des Objektes eine Wanderkarte + selbst verfasste Broschüre. Sie enthält Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten, Empfehlungen für Ausflüge, Touren, Einkaufsmöglichkeiten etc. Sehr hilfreich für Leute, die sich in der Gegend und im Gebiet Ostsachsen nicht auskennen.
Das Wohngebäude ist weit über 100 Jahre alt und verfügt über dicke, aus Gneis gefügte Grundmauern, die allen Winterstürmen trotzen und durch ihre Wasserspeicherfähigkeit einer zu trockenen Raumluft sicher entgegenwirken.
Die Küchenausstattung ist der Historie des Gebäudes angepasst und bewegt sich im Basisbereich. (KIK etc.) Die Möblierung ist einfach und zum Teil als historisch zu bezeichnen, wobei hier die unterschiedlichsten Stilepochen aufeinandertreffen und der Erhaltungszustand und Stabilität (z.B. Stühle) zum Teil nicht mehr der Beste ist. Diverse Einbauten und Installationen sind erkennbar Eigenbau und durch Eigeninitiative entstanden und nicht durch Fachfirmen ausgeführt.
Der größte Schwachpunkt dieses Objektes ist die Sauberkeit. Der nette Herr betrachtet z.B. Spinnen als Haustiere und deren Gespinste als unkritisch und nicht entfernenswert, da sie seiner Aussage nach ja sowieso immer wieder neu gebaut werden. So kann man deren Hinterlassenschaften in ganz vielen Zimmerecken sowie an den Außenseiten sämtlicher Fenster bewundern – falls man sie noch zu erkennen vermag. (Wahrscheinlich sieht er die Erfordernis des Fenster Putzens auch nicht ein – die werden ja nach dem nächste Regen eh wieder schmutzig und irgendwann stellt sich ein Gleichgewicht zwischen abgewaschenen alten Dreck und dazugekommenen neuen Dreck ein).
Der ältere Herr versucht, die Unterhaltungs- und Reinigungskosten des Objektes durch „alles selbst machen und alles selber reparieren“ zu optimieren, wobei er sichtbar eine hohe Toleranz gegenüber Schmutz besitzt.
Wir sind als 2 Familien eingezogen. Unsere beiden Frauen haben erst mal große Augen gemacht und angefangen, alles immer mehr zu inspizieren. Diese „große Augen“ verwandelten sich in Panik und schieres Entsetzen und wir Männer haben viele Sätze gebraucht, um eine sofortige Abreise und Hotelsuche in der Nähe zu verhindern – wir hatten ja schon bezahlt.
Danach wurde von unseren Frauen ca. 5 Stunden lang geputzt. Alles gefegt, ausgewischt, der benutzte Filter aus der Kaffeemaschine raus, Restmüll unter den Betten und verborgenen Ecken entsorgt, der total verschmutzte Herd, die fettverkrusteten Backbleche und Grillrost gescheuert, die Gläser und Geschirr mit Flecken und Abdrücken aufgewaschen und und und…
Fazit:
Für Kerle-Auszeiten wie Junggesellenabschiede, Motorradclub-Ausfahrten, Gemeinschaftsaktivitäten von Dorffußball-Mannschaften oder Kegelclubs, welche bloß ein Bett zum Übernachten benötigen – kein Thema, da ist das Laissez-faire da, da passt die Unterkunft. Vielleicht auch für eine Großfamilie mit 5 kleinen Kindern, wo man dem Schmutz und Chaos sowieso nicht Herr wird und über vieles hinwegsieht.
Familien mit geordneten Leben und gewöhnten einfachen Komfort, Ordnung und Sauberkeit, Frauengruppen u.ä. – die sollten diese Unterkunft dringendst meiden.
Für meine Frau und meine Schwägerin ist dieser „Urlaub“ so in Erinnerung geblieben, daß die Beiden bei jeden Treffen wieder darüber sprechen, sich gemeinsam gruseln und mit Schaudern die vielen aufgenommenen Fotos mit den Unsauberkeiten betrachten.
Deshalb - trotz Kerl-Verständnisses mit dem älteren Herrn - nur einen Stern!
Ferienwohnung waren kalt und feucht. Hat zwei Tage...Von Ralf aus · 28.10.2025
Reisezeitraum: 20.10.2025verreist als:
Ferienwohnung waren kalt und feucht. Hat zwei Tage gedauert, die Bude warm zu bekommen.
Sollte mal für den Mietpreis etwas investieren. Alles schon etwas in die Jahre gekommen.
Der zwei km entfernte Bäcker hat zu gemacht.Wer keinen großen Erwartungen hat, ist im Mühlenhof gut aufgehoben.