Wenn man an eine Insel im weiten Ozean denkt, stellt man sich oft grüne Wälder und weiße Sandstrände vor. Doch es gibt einen Ort, der all diese Vorstellungen auf den Kopf stellt und gerade deshalb so unbeschreiblich schön ist. Ein Urlaub auf Lanzarote ist wie eine Reise auf einen fremden, faszinierenden Planeten. Die nordöstlichste der Kanarischen Inseln wurde vor vielen Millionen Jahren durch gewaltige Vulkanausbrüche geformt. Heute ist sie ein friedliches, atemberaubendes Naturparadies, das seine Besucher vom ersten Moment an verzaubert.
Die Landschaft wird von dunkler, schwarzer und roter Erde dominiert. Aus diesem dunklen Boden erheben sich hunderte von Vulkankegeln in den blauen Himmel. Dazwischen leuchten die kleinen Dörfer mit ihren strahlend weißen Häusern und grünen Türen. Dieser starke Kontrast der Farben macht einen Lanzarote Urlaub so unglaublich besonders für das Auge. Das Wetter auf Lanzarote ist ein weiterer Grund, warum die Menschen diese Insel so sehr lieben. Das ganze Jahr über herrscht hier ein ewiger Frühling. Auch wenn es in Deutschland stürmt oder schneit, könnt ihr euch auf milde, warme Temperaturen verlassen. Das zuverlässige Lanzarotes Wetter macht die Insel zum perfekten Zufluchtsort für alle, die Sonne und Wärme suchen.
Wenn ihr nach den besten Orten und Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote sucht, seid ihr hier genau richtig. Wir haben die Insel für euch erkundet und echte Schätze gefunden. Ein paar echte Lanzarote Geheimtipps haben wir natürlich auch für euch vorbereitet. Zieht bequeme Schuhe an und packt eure Kamera ein. Hier sind unsere Favoriten für eure nächste Reise!
- 1. Der Timanfaya Nationalpark: Zu Besuch in den Feuerbergen
- 2. Jameos del Agua: Das Kunstwerk in der Lavahöhle
- 3. Mirador del Río: Der fantastischste Ausblick der Kanaren
- 4. Die Papagayo Strände: Goldenes Gold an der Südküste
- 5. Cueva de los Verdes: Die Reise in das Herz der Erde
- 6. Der Jardín de Cactus: Ein grünes Paradies im Steinbruch
- 7. El Golfo und die grüne Lagune: Der Kampf der Farben
- Wusstet ihr schon? 5 spannende Fakten über die Vulkaninsel
- Fazit: Eure Reise auf einen anderen Planeten wartet
- Häufig gestellte Fragen zum Urlaub auf Lanzarote
1. Der Timanfaya Nationalpark: Zu Besuch in den Feuerbergen

Wenn man über Lanzarote Sehenswürdigkeiten spricht, muss man mit dem absoluten Herzen der Insel beginnen. Der Timanfaya Nationalpark, auch „Montañas del Fuego“ (die Feuerberge) genannt, ist ein gigantisches Gebiet aus erstarrter Lava. Hier fanden im 18. Jahrhundert die schwersten Vulkanausbrüche der Geschichte statt, die fast ein Viertel der gesamten Insel unter sich begruben.
Heute ist dieses riesige Areal streng geschützt. Ihr fahrt mit dem Auto bis zu einem großen Besucherzentrum auf einem Vulkan. Von dort aus steigt ihr in einen speziellen Reisebus, der euch tief in diese surreale Mondlandschaft hineinfährt. Ihr blickt auf riesige Meere aus scharfer, schwarzer Lava und tiefe Krater in unglaublichen Rot- und Kupfertönen. Die Hitze der Erde ist hier noch immer deutlich zu spüren. Die Mitarbeiter des Parks zeigen euch, wie trockenes Heu in einem Loch im Boden sofort Feuer fängt, nur durch die extreme Hitze, die knapp unter der Oberfläche herrscht.
- Unser Tipp für euren Besuch:
Das Restaurant im Besucherzentrum des Nationalparks bietet eine weltweite Sensation. Hier gibt es einen riesigen Grill, der nicht mit Kohle oder Strom betrieben wird. Stattdessen werden das Fleisch und der Fisch direkt über einem tiefen Loch im Boden gegrillt – allein durch die aufsteigende, natürliche Hitze des Vulkans!
2. Jameos del Agua: Das Kunstwerk in der Lavahöhle

Ein großer Teil der Schönheit der Insel ist einem einzigen, genialen Mann zu verdanken: dem Künstler und Architekten César Manrique. Sein großes Ziel war es immer, Kunst und Natur so zu verbinden, dass sie eine perfekte Einheit bilden. Sein Meisterwerk ist Jameos del Agua, ein unglaublicher Ort im Norden der Insel.
Vor langer Zeit floss hier ein gewaltiger Lavastrom vom Vulkan bis in das Meer. Die Oberfläche der Lava kühlte ab und wurde fest, während die heiße Lava darunter weiterfloss. So entstand eine riesige, hohle Röhre. An einigen Stellen ist die Decke eingestürzt. Genau hier hat Manrique einen Ort geschaffen, der euch den Atem rauben wird. Ihr steigt über steinerne Treppen tief in die dunkle Höhle hinab. Unten erwartet euch ein kristallklarer, unterirdischer See, der sanft beleuchtet ist. In diesem See lebt eine Tierart, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt: winzige, völlig blinde Albino-Krebse, die wie kleine weiße Sterne im Wasser leuchten.
- Unser Tipp für euren Besuch:
Lauft durch die Höhle hindurch auf die andere Seite. Dort kommt ihr wieder ans Tageslicht und steht plötzlich vor einem leuchtend blauen Schwimmbecken, das von schneeweißem Stein und grünen Palmen umgeben ist. Die Farben sind so intensiv, dass man fast nicht glauben kann, dass dieser Ort wirklich existiert.
3. Mirador del Río: Der fantastischste Ausblick der Kanaren

Ganz im hohen Norden der Insel gibt es einen Punkt, an dem der Berg steil, fast fünfhundert Meter tief, in den tosenden Atlantik abfällt. Genau in diesen schwindelerregenden Felsen hat César Manrique einen spektakulären Aussichtspunkt gebaut: den Mirador del Río. Von außen ist das Gebäude kaum zu erkennen, da es perfekt mit runden Steinen in den harten Felsen integriert wurde.
Wenn ihr das Gebäude durch einen dunklen, weißen Gang betretet, steht ihr plötzlich vor riesigen, runden Panoramafenstern. Der Blick, der sich euch hier bietet, ist unbeschreiblich. Ihr schaut hinab auf das tiefe blaue Meer und direkt auf die kleine, völlig autofreie Nachbarinsel La Graciosa. Wenn ihr einen längeren Aufenthalt im Norden plant, ist ein ruhiges Ferienhaus auf den Kanaren in den umliegenden kleinen Dörfern ideal, um diese Aussicht auch in den stillen Morgenstunden zu genießen.
- Unser Tipp für euren Besuch:
Auch wenn der Aussichtspunkt durch dicke Glasscheiben geschützt ist, solltet ihr unbedingt nach draußen auf die kleinen Balkone gehen, die direkt über dem Abgrund hängen. Dort spürt ihr den starken, frischen Wind in den Haaren und hört das laute Rauschen der Wellen tief unten am Fuß der riesigen Klippen.
4. Die Papagayo Strände: Goldenes Gold an der Südküste

Nach so viel dunkler Lava und hohen Klippen sehnt man sich manchmal einfach nach weichem Sand und blauem Wasser. Die Playas de Papagayo, die Papagayo-Strände, liegen ganz im Süden der Insel und gehören zu den schönsten Küstenabschnitten in ganz Spanien.
Der Weg dorthin führt über eine lange, etwas holprige Sandpiste durch ein echtes Naturschutzgebiet. Doch die Fahrt lohnt sich absolut. Die Küste teilt sich hier in mehrere kleine, halbrunde Buchten auf. Der Sand ist nicht schwarz, wie man auf einer Vulkaninsel vielleicht erwarten würde, sondern leuchtend hell und unglaublich fein. Da die Buchten durch große, schützende Felsen vom starken Wind abgeschirmt sind, ist das Wasser hier völlig ruhig und glasklar. Es ist der perfekte Ort, um das Handtuch auszubreiten, schwimmen zu gehen und die warme Sonne zu genießen.
- Unser Tipp für euren Besuch:
Nehmt euch unbedingt eigene Verpflegung, Wasser und einen Sonnenschirm mit. Da die Strände in einem strengen Naturschutzgebiet liegen, gibt es dort unten fast keine Geschäfte und keinen natürlichen Schatten durch Bäume. Wer früh am Morgen kommt, hat die traumhaften Buchten oft noch ganz für sich alleine.
5. Cueva de los Verdes: Die Reise in das Herz der Erde

Ganz in der Nähe von Jameos del Agua liegt ein weiteres Naturwunder, das zum gleichen riesigen Lavaröhren-System gehört. Die Cueva de los Verdes (übersetzt die Höhle der Grünen) bietet euch die einmalige Gelegenheit, richtig tief in das Herz der Insel vorzudringen. Früher nutzten die Einheimischen diese tiefen, versteckten Höhlen, um sich vor gefährlichen Piraten zu verstecken, die vom Meer aus angriffen.
Heute könnt ihr die Höhle auf einem geführten Spaziergang sicher erkunden. Der Weg ist etwa einen Kilometer lang und führt durch gewaltige, unterirdische Hallen und enge Gänge. Die Wände leuchten durch eine sehr geschickte Beleuchtung in verschiedenen Farben, von Rostrot bis hin zu einem satten Grün. Die Höhle ist erstaunlich hoch, und die Stille tief unter der Erde ist absolut beeindruckend.
- Unser Tipp für euren Besuch:
Am Ende der Führung wartet eine große Überraschung auf euch. Wir wollen hier natürlich nicht das Geheimnis verraten, aber achtet ganz genau auf den Boden am Ende des Weges. Der Führer wird euch dort eine Illusion der Natur zeigen, die jeden Besucher zum Staunen bringt.
6. Der Jardín de Cactus: Ein grünes Paradies im Steinbruch

Es gibt Orte, an denen man sieht, wie wunderbar die Natur und der Mensch zusammenarbeiten können. Der Kakteengarten (Jardín de Cactus) ist das letzte große Werk von César Manrique, bevor er leider bei einem Autounfall verstarb. Er hat einen alten, völlig verlassenen und staubigen Steinbruch genommen und ihn in ein leuchtend grünes Kunstwerk verwandelt.
Der Garten ist kreisförmig angelegt und sieht aus wie ein riesiges Amphitheater für Pflanzen. Überall wachsen Kakteen in den wildesten Formen. Es gibt kleine, runde Kakteen, die aussehen wie Fußbälle, und riesige, baumhohe Exemplare, die bis in den Himmel ragen. Insgesamt wachsen hier über viertausend Kakteen aus der ganzen Welt. Ganz oben auf dem Rand des Steinbruchs thront eine alte, restaurierte Windmühle aus weißem Stein, die ein fantastisches Fotomotiv bietet.
- Unser Tipp für euren Besuch:
Setzt euch nach eurem Spaziergang durch die vielen Stacheln auf die Terrasse des kleinen Cafés im Garten. Probiert dort unbedingt den frisch gepressten Kakteensaft oder sogar den speziellen Kakteen-Burger. Das schmeckt erstaunlich gut und herrlich erfrischend!
7. El Golfo und die grüne Lagune: Der Kampf der Farben

Die Westküste der Insel ist berühmt für ihre raue, wilde und unglaublich kraftvolle Natur. Das absolute Highlight in dieser Gegend ist das kleine Fischerdorf El Golfo. Gleich neben dem Ort liegt ein gewaltiger, alter Vulkankrater. Die eine Hälfte des Kraters wurde über viele tausend Jahre durch den starken Ozean komplett abgetragen, sodass er sich heute zur Hälfte direkt zum Meer hin öffnet.
Am Fuß der steilen, dunkelroten Kraterwand hat sich eine kleine Lagune gebildet. Diese Lagune, der „Lago Verde“, leuchtet in einem extrem starken, fast giftigen Neongrün. Diese unglaubliche Farbe entsteht durch eine spezielle Algenart, die im stark salzhaltigen Wasser der Lagune wächst. Der Kontrast zwischen dem extrem grünen Wasser, dem pechschwarzen Lavasand, den roten Klippen und dem blauen Meer ist ein Anblick, der sich für immer in euer Gedächtnis einbrennen wird.
- Unser Tipp für euren Besuch:
Geht nach dem Besuch der grünen Lagune in das kleine Dorf El Golfo. Hier gibt es eine Reihe kleiner, sehr rustikaler Fischrestaurants, die ihre Tische fast direkt an die Klippen gestellt haben. Es ist der absolut beste Ort auf der gesamten Insel, um bei einem Teller frischem Fisch den wilden Sonnenuntergang am Abend zu bewundern.
Wusstet ihr schon? 5 spannende Fakten über die Vulkaninsel
Diese kanarische Insel steckt voller Überraschungen, kluger Ideen der Bewohner und kleiner Geheimnisse, die ihr vor eurer Reise bestimmt noch nicht kanntet. Hier sind fünf spannende Fakten:
- Das Verbot von Werbetafeln: Wenn ihr mit dem Auto über die Insel fahrt, wird euch irgendwann auffallen, dass etwas fehlt. Es gibt hier absolut keine riesigen, bunten Werbetafeln an den Landstraßen. Auch das ist ein Erbe von César Manrique, der durchsetzte, dass die Landschaft niemals durch grelle Werbung verschandelt werden darf.
- Weinbau in der schwarzen Asche: Die Landwirtschaft auf trockenem Lavagestein klingt unmöglich, aber die Einheimischen haben einen genialen Weg gefunden. Im Weinbaugebiet La Geria wird jede einzelne Weinrebe in einen tiefen Trichter aus schwarzer Asche gepflanzt. Die Asche fängt den nächtlichen Tau auf und versorgt die Pflanze mit Wasser. Eine halbkreisförmige Mauer aus Steinen schützt sie vor dem starken Wind.
- Keine Hochhäuser am Strand: Im Gegensatz zu vielen anderen spanischen Urlaubsregionen werdet ihr hier keine riesigen Bettenburgen oder Wolkenkratzer finden. Ein strenges Gesetz besagt, dass Gebäude auf der Insel traditionell nicht höher sein dürfen als eine ausgewachsene Palme. So bleibt das idyllische Bild der weißen Dörfer erhalten.
- Ein Filmset für Weltraumabenteuer: Die surreale Landschaft aus roter und schwarzer Lava wirkt so unwirklich, dass schon oft große Filmcrews hierher gereist sind. Viele Filme und Serien, die auf fernen Planeten, auf dem Mond oder dem Mars spielen, wurden in Wahrheit einfach hier in den trockenen Kratern gedreht.
- Rote Farbe aus Kaktusläusen: Bevor der moderne Tourismus begann, lebte die Insel von einem ganz besonderen Export. Auf speziellen Feigenkakteen züchtete man kleine Cochenilleschildläuse. Wenn man diese winzigen Insekten trocknete und zerrieb, erhielt man einen extrem starken, natürlichen roten Farbstoff (Karmin), der weltweit für Lippenstifte oder teure Stoffe verwendet wurde.
Fazit: Eure Reise auf einen anderen Planeten wartet
Ein Urlaub im warmen Süden Europas muss nicht bedeuten, dass jeder Ort gleich aussieht. Diese besondere kanarische Insel beweist auf eindrucksvolle Weise, wie gewaltig, wild und gleichzeitig absolut harmonisch die Natur sein kann.
Ein Lanzarote Urlaub vereint auf magische Weise das ehrliche Gefühl der weiten, dunklen Lavafelder mit modernem Komfort, leuchtend weißen Dörfern und einer Kunst, die die Landschaft liebevoll umarmt. Ob ihr nun tief unter die Erde in geheimnisvolle Höhlen steigt, am Kraterrand von feuerspeienden Bergen steht oder einfach nur barfuß an den goldenen Papagayo-Stränden lauft – hier kommt der Geist vollkommen zur Ruhe und die Augen kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Lasst den Kalender und den Alltagsstress weit hinter euch. Packt eine gute, windfeste Jacke, bequeme Wanderschuhe und eine gute Sonnenbrille ein. Stöbert in aller Ruhe durch die verschiedenen Reiseziele der Insel, wählt eure persönlichen Lieblings-Ferienwohnungen für den Trip aus und beginnt mit der wunderschönen Vorfreude auf euer ganz privates Abenteuer auf den Kanaren. Die weißen Häuser, die schwarzen Strände und die salzige Meeresluft warten schon auf euch. Wir wünschen euch eine fantastische, faszinierende und tiefenentspannte Reise auf die schönste aller Vulkaninseln!
Häufig gestellte Fragen zum Urlaub auf Lanzarote
Lanzarote gehört zu Spanien! Es ist eine der autonomen Kanarischen Inseln, die mitten im Atlantischen Ozean liegen, und zählt somit ganz offiziell zur Europäischen Union. Wenn ihr euch die Inselgruppe auf der Landkarte anseht: Lanzarote ist die östlichste der großen Kanareninseln.
Die Lebenshaltungskosten vor Ort sind für europäische Verhältnisse wirklich moderat. Wenn es um die ganz alltäglichen Ausgaben im Urlaub geht, kommt ihr auf der Insel oft sogar ein gutes Stück günstiger weg als in vielen großen Städten auf dem spanischen Festland.
Die offizielle Amtssprache ist ganz klassisch Spanisch (Castellano). Die Einheimischen sprechen untereinander allerdings ihren ganz eigenen lokalen Dialekt, der als kanarisches Spanisch bekannt ist.
Wenn ihr die perfekten Bedingungen sucht, peilt ihr für euren Trip am besten den Frühling (Ende Februar bis April) oder den Herbst (September bis November) an. In diesen Monaten könnt ihr euch auf traumhaft warmes Wetter freuen, bleibt aber von den ganz großen Touristenmassen an den Stränden verschont und habt mehr Platz für euch.
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